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Die flotten Drei – Fragen an Männer, Lebensläufe & Börsenneulinge

Ok. Es ist heiß. Ich halt mich kurz. Meine flotten drei der letzten Woche:

#Was Männer nie gefragt werden

Fränzi Kühne, Gründerin von TLGG und jüngste Aufsichtsrätin Deutschlands, hat ein Buch – besser gesagt einen Bestseller – geschrieben „Was Männer nie gefragt werden. Ich frage trotzdem mal.“. Darin stellt sie Männern all die Fragen, die ihr in Interviews gestellt worden sind. Was soll daran interessant sein? Wenn Frauen interviewt werden, geht es früher oder später fast immer um ihre Rolle als Frau. Also sind Gespräche rund um die Fragen „Können Sie für andere Männer ein Vorbild sein?“, „Wie bringen Sie Familie und Karriere unter einen Hut“ oder auch „Verraten Sie uns, was Sie in ihrem Koffer haben“ entstanden. Zu den Interviewten zählen u.a. Heiko Maas, Frank Thelen, Fynn Kliemann und Waldemar Zeiler. Ich möchte nur mal einen Satz zitieren „Von 16 befragten Männern wüssten 13 nicht, inwiefern ihre Vaterschaft problematisch gewesen sein sollte.“

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#Lebensläufe

Seit Annalena Baerbock ist das Gespräch über Lebensläufe wieder in die Gänge gekommen. Schon vor kurzem habe ich über den Versuch von startnext berichtet, ganz ohne Angabe von Namen, Geburtstdatum und bisherigen Jobs bei Stellenausschreibungen auszukommen. Wer sich für dieses Thema interessiert, sollte mal in den neuen Podcast „Was erzählt ein Lebenslauf“ vom Deutschland Kulturfunk reinhören: Diskriminieren standardisierte Lebensläufe? Wie kaschieren die Gäste ihre „Lücken“ im Lebenslauf? Welche Alternativen könnte es geben? Und ein paar Worte zu den Themen Fehlerkultur und Selbstoptimierung. Christina Watty und Emily Thomey sprechen mit Ferda Ataman und Amrei Bahr.

Zum Podcast

#Börsenneulinge

Jedes Jahr drängen neuere, jüngere Unternehmen an die Börse – z.B. Delivery Hero, Westwing, HelloFresh oder Home24. Eine Studie der Allbright Stiftung untersuchte nun: Bringen diese Börsenneulinge mehr Vielfalt in die Vorstände? Tja … In den 30 Vorständen, die seit höchstens fünf Jahren in einem der Dax-Indizes notiert sind, arbeiten 98 Männer und 11 Frauen. „Das entspricht einem Frauenanteil von 10,2 Prozent und liegt unter dem Durchschnitt der 160 an der Frankfurter Börse notierten Unternehmen, wo er zurzeit 12,6 Prozent beträgt. Nur 9 der 30 Börsenneulinge haben überhaupt eine Frau im Vorstand, Dermapharm ist dabei das einzige Unternehmen, in dessen Vorstand zwei Frauen arbeiten.“ Und… „Christian ist der neue Thomas: (…) er trägt hellblaues Hemd statt Schlips und er hat nicht promoviert, sondern gegründet.“

Zur Studie

Na dann, gutes Eisessen. Bis nächste Woche

Desiree

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