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Die flotten Drei – Bewerbungen, Transformation, Transgender

Verlängertes Wochenende und ich gönne mir ein Hörbuch auf dem Balkon mit einem Käffchen in der Hand. Mal sehen, ob ich euch das Buch bald empfehlen kann, heute erstmal diese flotten Drei der letzten Woche:

#Bewerbungen

Startnext hat eine Stelle ausgeschrieben. Das ist an und für sich erstmal nichts besonderes. Das Besondere ist die Art und Weise der Stellenausschreiben, denn sie möchten so wenig wie möglich über die Bewerber*innen wissen: keine Namen, keine Gesichter, keine Bildungswege oder Geburtsorte. Sie möchten Menschen mit möglichst verschiedenen Erfahrungen, Lebenswegen und Hintergründen und beschränken sich daher auf einige wenige Fragen, eine kleine kreative Aufgabe und eine Telefonnummer für die anschließende Kontaktaufnahme. Eine Frage lautet beispielsweise „Was ist deine wertvollste Angst?“, eine andere „Handschlag oder Unterschrift“. Ich finde die Idee spannend und frage mich, wie viel sie sich im Vorfeld mit der gesuchten Rollen, dem jetztigen Team und den Bedarfen auseinandergesetzt haben. (Ich vermute: viel!).

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#Transformation

Margarete Stokowski ist zu Gast im Podcast von Raul Krauthausen „Wie kann ich was bewegen?“. Ab Minute 43 berichtet Raul von einem Gespräch mit dem Filmmacher Markus Vetter, der eine Reportage über das Wirtschaftsforum in Davos machte. Vetter war wohl ziemlich ernüchtert von den Gesprächen, denn die Menschen, die sich auf den höchsten Ebenen der Welt bewegen, die Elite quasi, sind so karrierefixiert und so stromlinienförmig, dass die Idee mit der Elite der Welt, die Probleme der Welt zu lösen, eigentlich zum Scheitern verurteilt ist. Er meint, am Ende des Tages, werden die großen Veränderungen der Gesellschaft von den Rändern der Gesellschaft kommen. Margarete Stokowski erwidert, dass Eva von Redecker ein Buch über die Revolution geschrieben hat und ebenfalls meint, dass die Änderungen der Praktiken nicht durch ein Kommite kommt, was irgendetwas beschließt, sondern sich veränderte Praktiken an den Rändern von Gruppen verstetigen und dann in den Rest der Gruppe einsickern. Das muss nicht von oben einsickern. Ganz im Sinne von New Work kann man sich mal fragen: Was ist davon auf Organisationen und Transformationsprozesse innerhalb dieser übertragbar?

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#Transgender

Am verlängerten Wochenende war Filmabend. Linus Giese empfahl in einer Instagram-Story „Disclosure“, eine Netflix Dokumentation über Hollywoods Bild von Transgender. Disclosure heißt im Deutschen übrigens so viel wie Offenlegung. Führende transsexuelle Persönlichkeiten teilen in der Doku ihre Ansichten und Analysen über den Einfluss des Filmgeschäfts auf die Trans-Community. Ich fand die Doku sehr aufschlussreich, lebhaft und konnte auch mal schmunzeln – einfach, weil manche Fakten so absurd sind. Irgendwie denke ich, auch „leider“ durfte ich wieder viel lernen. Es gibt aber auch einfach noch so wahnsinnig viel zu verstehen – jedenfalls für mich. Schaut es euch an …

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Bis zur nächsten Woche

Desiree

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