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Die flotten Drei – Mental Load, Social Economy, Inner Work

Langsam habe ich in meiner Nachbarschaft jede Runde gedreht, die ich drehen kann. Um da ein bisschen Abwechslung reinzubringen, gehe ich die Wege nun manchmal „rückwärts“. Ihr kennt das oder? Manchmal gönne ich mir dabei Ruhe, letzte Woche hatte ich einen Podcast auf den Ohren, den ich gleich zweimal hören musste:

#Mental Load

Marie Nasemann und ihr Partner Sebastian Tigges erzählen in ihrem Podcast „Drei ist ne Party“ über Schwangerschaft und das Eltern sein. In der vergangenen Woche hörte ich die Folge zum Thema Mental Load. Der Podcast wirkte auf mich sehr ehrlich: Die Stimmung war angespannt, die alltäglichen Beispiele ehrlich und es gab sogar ein paar Tränen. Doch erstmal Rolle rückwärts: Was ist Mental Load überhaupt? „Mental Load ist eine Denkarbeit, die über Erwerbsarbeit, Care-Arbeit (Zeit mit dem Kind verbringen) und den Haushalt erledigen hinaus geht. (…) Mental Load bezeichnet die Last der alltäglichen, unsichtbaren Verantwortung für das Organisieren von Haushalt und Familie im Privatem, das Koordinieren und Vermitteln in Teams im beruflichen Kontext sowie die Beziehungspflege und das Auffangen der Bedürfnisse und Befindlichkeiten aller Beteiligten in beiden Bereichen. (…) Beispiel: Wer ein Kind zum Termin beim Kinderarzt*bei der Kinderärztin übernimmt Care-Arbeit und hilft mit. Die Mental Load trägt aber die Person, die darüber hinaus die Ärztin*den Arzt und Adresse recherchiert hat, sich über Kinderimpfungen informiert und darüber entschieden hat, die an den Termin erinnert, ihn vereinbart hat, ohne das er mit anderen Verabredungen kollidiert, die weiß, wo der Impfausweis liegt und dass das Kind für den Folgetag eine Entschuldigung für das Schulschwimmen braucht“ (von equalcareday). Ich habe diesen Podcast zweimal gehört: Einmal allein und dann nochmal mit meinem Partner. Wir haben uns nach dem Hören gefragt: Was brauchst du im Umgang mit deinem Mental Load? ich habe mich erstmal hingesetzt und eine große Mind-Map erstellt mit allem, was in meinem Kopf herumfliegt. Im Moment sitze ich noch an einem sinnvollen To-Do-Listen-System a la Getting Things Done für den mentalen Load – ich will aber auch nicht in Listen untergehen. Mein Partner hatte sein Mental Load Thema schon im Januar angesprochen: Kochen & Einkaufen. Das lag immer komplett in seinen Händen. Ich kümmere mich mittlerweile einmal pro Woche um das Essen, habe daher auch einen besseren Überblick, was noch im Kühlschrank ist und muss beim Einkaufen nicht ständig fragen „Was brauchen wir eigentlich noch?“. Außerdem haben wir natürlich eine digitale, geteilite Einkaufsliste. Habt ihr schon ein sinnvolles System im Umgang mit Mental Load?

#Social Economy Konferenz

Morgen und am 20. Mai findet von 10.00-16.45 Uhr die Social Economy Konferenz statt. Ich bin gespannt auf die Zen-Meditation am Morgen und auf die Keynote „Sozial ökologische Transformation von Unternehmen am Beispiel VAUDE“ von Frau Dr. Antje von Dewitz. Außerdem ist Johanna Kühner, Mitgründerin von SuperCoop dem Mitmach-Supermarkt im Wedding, mit von der Partie. Sie redet über „Platform Coops: Projekte und Potenziale der kooperativen, digitalen Ökonomie“. Sie setzt sich derzeit auch für die Initiative #GenoDigitalJetzt ein (Genossenschaften ins digitale Zeitalter bringen); dazu läuft gerade eine Petition. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos, schaltet doch mal rein.

#Inner Work

Es gibt gute Neuigkeiten. Ihr alle kennt sicher das Buch „New Work needs Inner Work“ von Bettina Rollow und Joana Breidenbach. Nun soll es ein zweites Buch „Innenansicht“ von Joana geben, in welchem sie ihre persönliche Forschungsreise rund um die Fragen: Was ist Inner Work? Wie sieht ein persönlicher Veränderungsprozess aus? Wie navigiere ich freier in einer unsicheren, komplexen Welt? beantwortet. Auf Startnext könnt ihr euch ein Buch-Exemplar, einen Lunch oder ein Workshop mit Joana sichern.

Kommt gut durch die Woche!

Désirée

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