Impulse für die Praxis

Gutes Tun in Zeiten von Corona – Andere unterstützen, aber wie?

Ich sitze hier weit entfernt in Taiwan. Die Nachrichten aus Deutschland und der Welt bewegen mich und ich habe mich gefragt: Was kann man nun tun, in Zeiten der Krise? Wenn ihr zu den Priviligierten gehört, für die Home Office möglich ist, die weiter Geld verdienen und deren Arbeit weiterhin gesichert ist, ein paar Impulse (oder wenn ihr nicht zu den Priviligierten gehört und dennoch etwas tun wollt):

Ohne Geld Gutes tun:

  • Spendet Blut! Das DRK ruft zur Spende auf. Derzeit ist die Versorgung mit den lebensrettenden Blutpräparaten noch gesichert – aber mit Versammlungsverbot und anderweitiger Nutzung der sonstigen Blutspenderäumlichkeiten, könnte es hier zu Engpässen kommen. Sollten in den kommenden Tagen nicht genug Blutspenden eingehen, wäre die Versorgung „innerhalb kurzer Zeit nicht mehr lückenlos abgesichert“. Also los – wer kann! Mit Abstand zu den anderen natürlich!
  • Schaut mal auf der Plattform Quarantänehelden (und *heldinnen) vorbei. Hier könnt ihr angeben, ob ihr Hilfe braucht oder Hilfe geben könnt.
  • Helft bei der „Tafel“ aus. 90% der ehrenamtlichen Helfer*innen gehören zu der Risikogruppe von Corona. Hier findest du Tafeln in deiner Nähe, bei denen du dich als Helfer*in melden kannst.
  • Verzichtet auf den Lieferservice von Supermarktketten, wenn ihr könnt. Ältere und Risikogruppen brauchen diese Services gerade dringender.
  • Schaut, ob ihr gebuchte Dienstleistungen verschieben statt stornieren könnt! Das freut die kleinen Unternehmen!
  • Und natürlich: Bleibt Zuhause – wenn ihr könnt, wascht euch die Hände und haltet Abstand zueinander. Ruft euch aber auf dem Telefon an (dass ihr natürlich auch reinigt habt). Und hört Herrn Prof. Drosten im Podcast zu (und tut, was er empfiehlt).

Falls ihr gerade noch was übrig habt (ihr tut euch damit ja auch selbst was Gutes):

  • Denkt an die Obdachlosen! Weniger Menschen auf der Straße bedeutet auch weniger direkte Spenden an Obdachlose. Hier könnt ihr Überweisungen tätigen – die direkt an die Obdachlosen gezahlt werden.
  • Spendet an die Tafeln – falls ihr keine Zeit habt (s.o.) dann vielleicht Geld und/oder Waren.
  • Kauft Gutscheine und/oder Geschenkkarten von Restaurants, Boutiquen, kleinen Salons, etc. in eurem Kiez! Lokale und /oder ökologische Läden brauchen auch jetzt eure Hilfe. Eine Übersicht von Läden in beispielsweise Berlin gibt es hier.
  • Nutzt ggf. Lieferservices von kleinen Restaurants die nun auf Online umstellen, wie z.B. das FREA in Berlin (Lieferdienst kommt bald). Und gebt ein ordentliches Tipp für die Person, die euch das Essen liefert!
  • Sollten euch Veranstaltungen gecancellt werden – überlegt, ob ihr an die Künstler*innen und/oder die Einrichtung spenden könnt. Ein Beispiel: Meine Lieblings-Currywurst-Esser*innen Thomas, Hazel und Mitarbeiter*innen im „Brugger/Spitzer“-System bitten um Spenden. Schaut auch bei euren Lieblings-Künstler*innen nach. Oder: Wenn ihr nicht spenden möchtet / könnt, viele Künstler*innen bieten Merchandise in Online-Shops an. Schaut, ob euch was gefällt (ich möchte nicht zum sinnlosen Konsum aufrufen, aber vielleicht braucht hier ohne gerade einen Pulli). Und manche Tattöwierer*innen verkaufen nun auch die eigene Kunst als Print oder Original. Vielleicht auch etwas, um euren eigenen neuen Heim-Arbeitsplatz aufzupeppen? Ich mag beispielsweise die Prints von woozy.
  • Clubs und Künstler*innen könnt ihr auch mit Spenden auf United We Streamuntertsützen.
  • Vergesst nicht: Es gibt auch große Krisen auf den Inseln in Griechenland, informiert euch und spendet wenn ihr könnt.

Lest ggf. auch mal in diese und weitere Petitionen rein:

Kommentiert gern, sollten euch weitere Impulse einfallen! Oder schreibt mir: Ich ergänze eure Gedanken auch gern im Blog.

Bleibt gesund. Und: Seid nett zueinander. Grüße aus Taiwan!

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