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Impulse für die Praxis

„Ich kann nicht malen“ – Trotzdem setzen immer mehr Organisationen auf Visualisierung

In der heutigen Arbeitspraxis sind Meetings und Besprechungen noch Alltag. Leider sind leere Gesichter und vor Müdigkeit tränende Augen ebenso Alltag. Wer kennt sie nicht, diese PowerPoint-Präsentationen, die nur im Rudel auftreten, mit Informationen bis zum Folienrand gefüllt sind und deren Mehrwert nicht auf Anhieb erkennbar scheint?

Visualisierung ist hier kein Allheilmittel – kann aber durchaus nützlich sein.

Visualisierungen helfen

  • Argumente verständlicher zu machen
  • Inhalte aufzulockern
  • Wichtige Aussagen länger in den Köpfen der Zuhörenden festzuhalten
  • Kernaussagen hervorzuheben und deren Überzeugungskraft zu steigern
  • Den Redeaufwand zu verkürzen

Nun gibt es an dieser Stelle oft einen Aufschrei: Die Daten, die Worte sind wichtig – sie liefern die notwendigen Informationen. Richtig! Bei Visualisierungen geht es nicht darum, keine Details oder Daten mehr zu liefern, sondern Details oder Daten anschaulicher zu liefern und in einer Weise, dass sie beim Zuhörer haften bleiben.

Was braucht es dazu?

Visualisierungstraining
©denkmodell GmbH

Einen „Champion“
Jemanden, der Visualisierung in professioneller Art und Weise vorlebt und andere damit „ansteckt“. Wenn dann die ersten Mitarbeiter sagen „Das war spitze – die Inhalte haben sich ganz anders eingeprägt. ABER: Ich kann ja nicht malen.“ Dann ist das der richtige Moment zu entgegen „Doch. Jeder kann. Es dauert, es kostet Übung, beim ersten Mal kostet es vor allem Überwindung – aber dann wird es und es lohnt sich.“

Übung – kein Talent
Ein erstes Training nimmt die Hemmungen, bringt Spaß, Tipps und Tricks. Insbesondere werdet ihr eines dabei lernen: Visualisierung braucht kein Talent, jeder kann visualisieren. Glaubt ihr nicht. Ein Beispiel: Schaut euch die Glühbirne an.

Visualisierung-training
©denkmodell GmbH

Diese Glühbirne besteht aus: einem Kreis, einem „M“ (der Draht), einem „Z“ und einem „U“ sowie einzelnen geraden Strichen (Strahlen). Ich bin mir sicher – das könnt ihr auch.

Danach ist ein regelmäßiges Übung notwendig, damit die Trainingsinhalte nicht gleich wieder verloren gehen und die Hemmungen nicht wieder hochkommen. Mit regelmäßiger Übung ist übrigens auch tatsächlich regelmäßige Übung gemeint.

 

Folgende Schitte können helfen:

  • Sucht euch z.B. ein Meeting pro Woche, in welchem ihr mindestens ein PowerPoint-Folie visualisiert darstellt
  • Versucht die Hauptthemen eines Meetings pro Woche anhand von Icons oder kleinen Bildchen zu visualisieren
  • Versucht, Prozesse in eurem Unternehmen visuell darzustellen

Inspiration
Auch die besten Visualisierungs-Profis leben von Inspiration. Schaut euch Pitches junger Start-Up Unternehmen an, übernehmt die Ideen aus einer Fotodokumentation eines anderen Moderators oder werft einen Blick in die bekannten Bikablo Bücher. Ihr werdet garantiert fündig und erhaltet wunderbare Denkanreize!

Noch mehr Gründe?

Visualisierungstraining
©denkmodell GmbH

Innovation
In der sich rasant wandelnden Welt rufen mehr und mehr Organisationen nach Innovation. Innovation braucht Visualisierung. Erste Ideen und Konzepte können schwer beschrieben oder erklärt werden – erst eine Visualisierung macht diese Ideen oder Konzepte greifbar und nimmt ihnen den sonst sehr abstrakten Charakter, der oft und schnell zu Missverständnissen führt.

Multidisziplinäre Teams
Aufgrund der komplexen Herausforderungen heutzutage, sind interdisziplinäre Teamzusammensetzung keine Ausnahme mehr, sondern werden mehr und mehr zum Regelfall. Wenn BWLer/in auf Physiker/in trifft, sind Worte oft nicht ausreichend, um wesentlich Inhalte zu vermitteln – hier liefert Visualisierung einen gemeinsamen Rahmen, um Inhalte sprechfähig zu machen.

Dieser Blogartikel erschien zuerst auf denkmodell.de.

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