Meetups & Veranstaltungen - Eindrücke

12. Juni 2020: Bürger*innen Versammlung im Olympiastadion

Heute (21. November 2019) startet die Crowdfunding-Kampagne für das Event des Jahres 2020: Die Bürger*innen-Versammlung im Berliner Olympiastadion. Eine Initiative von vielen engagierten Personen rund um einhorn, Fridays for Future, Scientists for Future, Centre for Feminist Foreign Policy und natürlich Charlotte Roche u.v.m.

Wo gibt es Informationen zum Event?

Informationen rund um die Bürger*innen-Versammlung gibt es auf dem Instagram Account und auf der startnext-Seite.

Achtung: Innerhalb weniger Tage erhielt der Instagram-Account zum Event so viele Follower*innen, dass er erstmal von Instagram gesperrt wurde – die Leute von Instagram dachten, das wäre ein Bot. Aber nichts da: Das sind einfach ganz viele Menschen, die wirklich Lust auf Veränderung und eine zukunftsfähige Gestaltung unseres Planeten haben.

Worum geht’s jetzt eigentlich bei dieser Versammlung?

Laut Crowdfunding Text: Unser Ziel ist, mit dem 12. Juni 2020 ein Zeichen zu setzen – für unsere Demokratie – und uns daran zu erinnern, wie viel Einfluss von uns als Bürger*innen ausgeht. Wir werden deshalb als konkrete Maßnahme live im Stadion mehrere Petitionen zum Quorum führen und im Bundestag einreichen.

50.000 Stimmen braucht eine Petition dafür. Wir werden mit bis zu 90.000 Menschen im Olympiastadion sitzen im Stadion, während der Petitionszähler live auf der Leinwand übertragen wird. Die Inhalte, das Programm, die Petitionen sowie ein Starterpaket für die Teilnehmer*nnen (ein Aktivist*innen-Rucksack) werden wir mit euch zusammen und unseren Partnern in den kommenden Monaten erarbeiten.

Unser oberstes Ziel ist es, euch und uns als Bürger*innen in dem Gefühl zu reaktivieren, wirksam zu sein. Wir wollen der politischen Ohnmacht entgegentreten und den dieser Tage scheinbar übermächtigen Krisen Lösungen entgegenstellen.

Nach vielen Gesprächen mit Akteur*innen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft haben wir verstanden: An Lösungen mangelt es nicht. Sie erfahren lediglich zu wenig Aufmerksamkeit!

Weitere Informationen

Die nun folgenden Informationen habe ich während eines Vorbereitungs-Events in der Markthalle IX am 18. November gesammelt und für euch zusammengefasst:

Wie entstand die Idee?

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Im Juli 2019 fand ein erstes Event mit der Überschrift „Unfuck the World“ mit etwa 2.500 Teilnehmenden in der Markthalle IX in Berlin statt. Bei diesem Event gab es über 20 Stände zu unterschiedlichsten Themen (u.a. Klima, Mode/Fashion, Medien, Arbeitswelt). Jeder Marktstand wurde von Expert*innen zum Thema betreut. Je Marktstand gab es Fragen, die Expert*innen und Teilnehmende in den Austausch zu den jeweiligen aktuellen Herausforderungen brachten. Der Wunsch nach einem weiteren Event dieser Art wurde laut.

Weiterhin gab es in diesem Jahr eine Petition zur Einführung des ermäßigten Steuersatz von 7% (statt 19%) auf Periodenprodukte. Diese Petition hatte 3 Tage vor dem Ablauf (Petitionen haben eine 4-Wochen Frist) etwa 30.000 Unterschriften  – 50.000 Unterschriften werden für eine erfolgreiche Petition benötigt. Gemeinsam mit Influencer*innen (bzw. Sinnfluencer*innen – Personen mit starker Präsenz im Internet und in den sozialen Medien, die Ihre öffentliche Aufmerksamkeit für einen sinnvollen Zweck wie beispielsweise den Umweltschutz einsetzen) gelang es, in den letzten 3 Tagen noch weitere ca. 50.000 Unterschriften zu sammeln und die Petition damit erfolgreich in zur Beratung in den Petitionsausschuss des Bundestages zu bringen.

Diese zwei Ereignisse zeigten: Menschen haben Interesse, Menschen möchten etwas bewegen und Veränderung durch gemeinsame Initiativen (wie beispielsweise Petitionen) ist möglich.

Daraus folgte: Es braucht ein Event, bei dem möglichst viele Personen teilnehmen können, mindestens aber 60.000 Personen, um Petitionen gemeinsam und live zur erfolgreichen Abstimmung zu bringen. In Berlin ist der größte mietbare Raum das Olympiastadion – es bietet Platz für bis zu 92.000 Personen.

Wer ist denn die Zielgruppe für das Event?

Das Event ist eine inklusiv Bürger*innenversammlung – jede demokratisch denkende und handelnde Person ist eingeladen mitzugestalten und/oder am Event teilzunehmen. Bitte teilt eure Ideen und helft uns, um das Event auch tatsächlich inklusiv zu gestalten (Angebot leichte Sprache, Barrierefreiheit, etc.)! Durch unsere Rahmensetzung schließen wir die Teilnahme von rassistischen Personen aus.

Rahmen (gemäß Crowdfunding-Text):

* Wir wollen Lösungen finden für die in der Menschheitsgeschichte bislang beispiellose Klima-, Biodiversitäts- und Nachhaltigkeitskrise, die uns als Menschheit vor existenzielle Herausforderungen nie gekannter Qualität stellt

* Wir glauben, dass die Umweltkrise nicht von sozialen Aspekten isoliert betrachtet werden kann. Deshalb widmen wir uns über das Klima hinaus auch Themen wie globaler Ungerechtigkeiten, dem in unserer Gesellschaft tief verankertem Rassismus oder der Gleichstellung der Geschlechter.

* Wir wollen uns gemeinsam ermächtigen und dabei gleichsam den andren offen begegnen, ihnen wieder zuzuhören lernen.

* Wir lehnen jede Form von Diskriminierung ab – egal welcher Natur. Wir begegnen uns respektvoll unabhängig von Kriterien wie Identität, Herkunft, Meinung oder unseres Geschlechts.

* Wir streben Chancengleichheit als gesellschaftliche Notwendigkeit an

* Wir lieben die Demokratie und stellen uns ihren Gegnern entgegen

* Wir vertrauen auf wissenschaftliche Erkenntnisse

Von wann bis wann kann ich Karten kaufen?

Die Tickets könnt ihr/ können Sie ab 21. November bis 24. Dezember 2019 ausschließlich auf startnext kaufen (Solange der Vorrat reicht!). Nur wenn 60.000 Tickets verkauft sind, findet das Event statt und auch erst dann wir dein/Ihr Geld abgehoben.

Wenn ich am 12. Juni 2020 nicht dabei sein kann, gibt es eine Möglichkeit, das Event zu unterstützen?

Sehr gern! Sie können/ du kannst auf startnext einen beliebigen Betrag spenden. Von der Gesamtsumme der gespendeten Beträge werden Karten für Personen finanziert, die sich die Teilnahme am Event sonst nicht leisten könnten.

Wie kann ich das Event sonst noch unterstützen?

Bis 24. Dezember vor allem: Karten auf startnext kaufen, Freunde, Familie, Vereine etc. auf das Event aufmerksam machen (egal ob persönlich oder via Social Media)! Gern kannst du auch Beträge auf startnext spenden – von diesen Spenden werden Karten für Personen gekauft, die sich die Teilnahme am Event sonst nicht selbst finanzieren könnten.

Außerdem kannst du/können Sie gern selbst Ideen zur Gestaltung einbringen und gern auch in Zusammenarbeit mit unseren Organisator*innen umsetzen.

Wie wird die Nachhaltigkeit des Events sicher gestellt?

Dafür sind wir alle verantwortlich! Uns ist bewusst, dass die Arbeit nach dem Event weiter geht. Umso wichtiger ist es, eine entsprechende Energie am Evebttag selbst zu erzeugen, damit im Nachgang möglichst viele motiviert am Durchsetzen der Petitionen weiterarbeiten.

Was ist eigentlich eine Petition?

Eine Petition ist ein Schreiben, das sich mit einer Beschwerde oder einem Vorschlag an den Deutschen Bundestag richtet. Ein Beispiel für eine Petition: für den ermäßigten Steuersatz von 7% (statt 19%) auf Periodenprodukte (Link: https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2019/_02/_09/Petition_91015.nc.html).

Wie kann ich Petitionen einbringen?

Jede*r kann Petitionen einbringen. Wir werden vor dem Event eine Plattform zur Verfügung stellen und die Teilnehmenden im Vorfeld abstimmen lassen, welche Petitionen am 12. Juni 2020 live durch alle unterschrieben werden sollen.

Übrigens: Jede Person, selbst Minderjährige und Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit oder Wohnsitz in Deutschland dürfen eine Petition starten.

Zu welchen Themen kann ich Petitionen einbringen?

Sie können / du kannst zu allen Themen (auch „abseits“ vom Klimaschutz) Petitionsthemen im Vorfeld vorschlagen- die Teilnehmenden entscheiden im Vorfeld über ein Online-Plattform, was letztlich zur Abstimmung im Olympiastadion kommt.

Was passiert, wenn mehr als 50.000 Personen oder mehr eine Petition innerhalb von vier Wochen unterschreiben?

Dann erstmal: Herzlichen Glückwunsch & feiern! Die Petition wird dann im Regelfall von einem sogenannten Petitionsausschuss öffentlich besprochen. Dabei sind die Einreicher*innen der Petition eingeladen und erhalten Rederecht. Eine Petitionsforderung muss aber nicht umgesetzt werden (oft schaffen Petitionen aber Aufmerksamkeit für ein Thema).

Und jetzt: Los, los, los! Sagt allen Bescheid! Kommt alle vorbei! Lasst uns Utopien leben!

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